Schaeren

Schärenküste

An der schwedischen Küste gibt es zehntausende von Schären; der berühmte Stockholmer Schärengarten allein umfasst rund 30.000 Inseln, Felsen und Schären, die sich fächerförmig in die Ostsee erstrecken, aber auch Gebiete wie Bohuslän an der Westküste haben über 8.000 Inseln, die eine beeindruckende Schärenlandschaft bilden. 

Eine Schäre (schwedisch Skär) ist eine kleine Insel, die in den Eiszeiten entstand, als das von Skandinavien und Nordamerika ausgehende Inlandeis die darunterliegenden Gesteinsmassen überströmte und abschliff. So bildete sich ihre flache, abgerundete Form. Sie können wenige Quadratmeter bis einige Quadratkilometer groß sein. Schären kommen vor allem in Skandinavien und Kanada vor, häufig in Gruppen als sogenannter Schärengarten. Der deutsche Begriff Schärengarten, etwa für die Küste vor Stockholm, beruht auf einer Übersetzung des Wortes schwed. skärgård bzw. dän. skærgård. Gård bedeutet im Schwedischen auch „Garten“: trädgård – der Blumen- und Pflanzgarten, eigentlich: Baumgarten.

Schären

Der selten gebrauchte Ausdruck Schärenhof beruht auf einer falschen wörtlichen Übersetzung des schwedischen Wortes skärgård.Die in gängigen deutsch-schwedischen Wörterbüchern zu findende Übersetzung von schwedisch skärgård ist einfach Schären, bzw. (Schären)archipel.

Gemeint sind die vielen zigtausend Inseln die verstreut, oft bis weit ins Meer hinaus vor der schwedischen Küste liegen. Ein einfach Paradiesisches Revier um in der natur unterwegs zu sein.

Viele Gebiete der Schärenwelt stehen unter naturschutz und dürfen nicht verändert werden.

Die Schären besitzen ein reichhaltiges Vogelleben. Viele Mövenarten wie Heringsmöwe,  Lachmöwe und andere Möwenarten, verschiedene  Entenarten, Haubentaucher und Seeschwalbenkolonien.
Auf kahlen kleinen Inseln trifft man öfter Eiderenten, Austernfischer und Brandgänse. Auch mächtige Seeadler sind nach längerer Schutzzeit wieder vorhanden. Ebenso haben sich andere Tierarten wie z.B. die Kegelrobben kräftig erholt die letzten Jahre.
Letztens haben wir sogar 2 Robben im Hafen von Arkösund getroffen.

Die Flora der Schärengärten ist sehr unterschiedlich. Die Westschären sind durch die starke Abholzung der letzten Jahrhunderte sehr kahl, in den Ostschären sind die Inseln meist mit Kiefernwäldern, durchsetzt mit wenigen Espen, Eichen und Erlen, vereinzelt auch Birken.

Besondere Spezies auf den äusseren Schären  sind Dickblattgewächse, wilde Stiefmütterchen, gelb Mauerpfeffer und Pechnelke. Ebenso findet man ab und zu grössere Orchideenkolonien, eine besondere Art sind „Adam & Eva“, eine Orchidee mit einmal gelben und ein andermal violetten Blüten.

Schweden verfügt über mehrere ausgedehnte Schärengärten, die sich in ihrem Charakter deutlich unterscheiden: 

  • Stockholmer Schärengarten: Mit rund 30.000 Inseln der größte des Landes. Bekannte Inseln wie Vaxholm (die „Hauptstadt“), Sandhamn und Grinda sind per Fähre leicht von der Hauptstadt aus erreichbar. Seit 2025/2026 bietet der neue Stockholm Archipelago Trail Wanderern 270 km Strecke über 21 Inseln.
  • Westküste (Bohuslän & Göteborg): Bekannt für karge, salzige Felsen und Orte wie Smögen, Fjällbacka und den Nationalpark Kosterhavet. Der Göteborger Schärengarten ist besonders bei Outdoor-Fans zum Kajakfahren beliebt.
  • Südostküste (Blekinge & Västervik): Eine lieblichere Landschaft mit viel Wald und Kultur, oft als „Garten Schwedens“ bezeichnet. 
Aktivitäten und Erlebnisse
  • Inselhopping: Ein dichtes Netz aus öffentlichen Fähren ermöglicht das unkomplizierte Wechseln zwischen bewohnten und unbewohnten Inseln.
  • Outdoor-Sport: Kajakfahren zwischen den Schären, Wandern auf markierten Küstenpfaden und Radfahren auf größeren, oft autofreien Inseln.
  • Kultur & Kulinarik: Besuch historischer Festungen (z. B. Vaxholm) und Genuss von frischen Meeresfrüchten in den Hafenorten.